Wenn Sie Ihr Hanggrundstück gestalten möchten, kennen Sie vermutlich diese Situation: Der Garten fällt steil ab, der Zugang ist mühsam und nach jedem Starkregen wandert die Erde ein Stück weiter nach unten. Nutzbare Fläche? Fehlanzeige.
Die gute Nachricht: In einem Hanggarten steckt enormes Potenzial. Unterschiedliche Ebenen schaffen spannende Blickachsen, die kein Flachgrundstück je bieten könnte. Mit der richtigen Planung wird aus einem schwierigen Gelände Ihre persönliche Wohlfühloase.
Wir bei Garten Leber gestalten seit vielen Jahren Gärten in Hanglage, hier in der Steiermark und darüber hinaus. Heute geben wir einen kurzen Einblick, damit Sie wissen, worauf es wirklich ankommt: von der Planung über Stützmauern, Treppen und Bepflanzung bis hin zu Kosten und Baurecht.
Übersicht
- Planung am Hang: Zuerst die Nutzung, dann die Technik
- Häufige Fehler bei der Hangplanung
- Terrassen und Ebenen: So entsteht nutzbare Fläche
- Böschung sichern: Welche Lösung passt?
- Stützmauer im Garten: Naturstein, Trockenstein oder Böschungssteine?
- Wasser am Hang: Drainage und Starkregen richtig planen
- Wege und Treppen am Hang sicher anlegen
- Stufen richtig dimensionieren
- Hangbepflanzung: Pflegeleicht und wirkungsvoll
- Sanierung bestehender Hanganlagen
- Was kostet die Gestaltung eines Hanggrundstücks?
- Die größten Kostenfaktoren
- Ablauf mit Garten Leber: Von der Planung bis zum fertigen Garten
- Rechtliche Vorgaben in der Steiermark
- Häufige Fragen
- Ihr Hanggrundstück in guten Händen
Planung am Hang: Zuerst die Nutzung, dann die Technik
Bevor Bagger und Naturstein zum Einsatz kommen, stellen wir unseren Kunden immer dieselbe Frage: Was soll Ihr Hanggarten im Alltag leisten? Welche Bereiche nutzen Sie täglich, welche sollen eher ein schöner Blickfang aus der Ferne sein?
Das wünschen sich die meisten unserer Kunden:
- Einen ebenen Sitzplatz mit Terrasse auf der oberen oder unteren Ebene.
(Je nachdem, wo das Haus steht.) - Sichere, bequeme Wege zwischen den Gartenbereichen.
- Pflegeleichte Flächen statt mühsamer Rasenpflege am Steilhang.
- Ein Platz für Pool, Hochbeet, Nutzgarten, Glashaus und/oder Spielbereich auf einer ebenen Fläche.
- Optische Aufwertung mit Naturstein und stimmiger Bepflanzung.

Häufige Fehler bei der Hangplanung
Manche Fehler sehen wir bei Hangprojekten immer wieder. Wenn Sie diese kennen, sind Sie schon einen großen Schritt weiter.
- Zu viele kleine Ebenen: Wer den Hang in zehn Ministufen gliedert, verliert nutzbare Fläche und schafft Unruhe. Wenige, großzügige Terrassen wirken besser und lassen sich vielseitiger nutzen.
- Rasen an steilen Stellen: Ab etwa 7 % Neigung wird Rasenmähen zur Belastung. Steile Abschnitte brauchen Bodendecker oder eine befestigte Lösung.
- Fehlende Entwässerung: Wer den Hang terrassiert, ohne an die Wasserableitung zu denken, riskiert Staunässe und Schäden an Mauern.
💡 Unser Tipp: Notieren Sie sich vor dem Ersttermin drei Punkte:
Was stört Sie aktuell am meisten? Welche Bereiche nutzen Sie am häufigsten? Und welche Atmosphäre schwebt Ihnen vor, eher, mediterranes Flair, naturnahe Bepflanzung oder Steingarten?
Terrassen und Ebenen: So entsteht nutzbare Fläche
Terrassen sind das, was einen steilen Hang in echten Lebensraum verwandelt. Das Prinzip ist einfach: Durch Abgraben und Auffüllen entstehen ebene Flächen, die mit Stützmauern oder Böschungen abgefangen werden. In der Umsetzung steckt dann die Erfahrung.
Die richtige Aufteilung
Wir empfehlen in den meisten Fällen zwei bis drei klar definierte Ebenen:
- Hauptterrasse: Hier entsteht der zentrale Aufenthaltsbereich. Groß genug für Tisch, Stühle und Sonnenschirm. Oft direkt am Haus angebunden, als Terrassenerweiterung oder eigenständige Fläche.
- Zweite Ebene: Rasen, Spielfläche, Hochbeet oder ein Pool im Hang. Dieser Bereich kann tiefer oder höher liegen und bietet Raum für Funktionen, die Platz brauchen.
- Oberer oder unterer Abschluss: Bepflanzter Übergang zum Nachbargrundstück oder zur Grundstücksgrenze. Hier genügt oft eine Böschung mit Bodendeckern.
Übergänge planen
Aus unserer Erfahrung wissen wir: Die Verbindung zwischen den Ebenen entscheidet über den Alltagskomfort. Treppen und Wege sollten dort liegen, wo Sie tatsächlich gehen, nicht dort, wo es auf dem Plan am schönsten aussieht. Eine Treppe, die Sie täglich nutzen, braucht bequeme Stufen und bei Bedarf ein Geländer. Stufen aus Naturstein fügen sich dabei harmonisch in das Gesamtbild ein.
Prüfen Sie bei jeder Ebene drei Punkte:
- Erreichbarkeit: Komme ich bequem und sicher hin?
- Größe: Reicht die Fläche für die geplante Nutzung?
- Entwässerung: Wohin fließt das Wasser bei Starkregen?
Böschung sichern: Welche Lösung passt?
Viele Gartenbesitzer denken bei Böschungssicherung sofort an eine große Mauer. Das muss nicht sein. Je nach Neigung, Höhe und gewünschter Optik gibt es ganz unterschiedliche Wege der Hangbefestigung.
Drei Grundansätze
| Methode | Geeignet für | Vorteile | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| Terrassieren mit Stützmauer | Höhenunterschiede ab ca. 40 cm, wenn ebene Fläche gebraucht wird | Maximale Flächenausnutzung, klare Struktur | Höherer Aufwand, Fundament nötig |
| Abfangen mit Böschung | Flache bis mittlere Neigungen, ausreichend Platz | Natürlich, kostengünstiger, begrünbar | Braucht mehr Grundfläche |
| Begrünen ohne Abfangung | Sanfte Hänge mit geringer Neigung | Geringster Aufwand, ökologisch wertvoll | Nur bei stabiler Bodenbeschaffenheit |
In unseren Projekten kombinieren wir fast immer mehrere Ansätze: Eine Stützmauer dort, wo Fläche knapp ist, und eine begrünte Böschung im hinteren Gartenbereich, wo mehr Platz vorhanden ist. Diese Mischung sieht nicht nur gut aus, sie ist auch wirtschaftlich sinnvoll.
💡 Unser Tipp: Setzen Sie auf klare Linien statt vieler kleiner Abstufungen. Eine gut proportionierte Mauer mit einer großzügigen Böschung darüber wirkt ruhiger als fünf niedrige Mäuerchen.

Stützmauer im Garten: Naturstein, Trockenstein oder Böschungssteine?
Die Stützmauer ist das Herzstück vieler Hanggestaltungen. Sie fängt das Erdreich ab, schafft nutzbare Fläche und verleiht Ihrem Garten Charakter. Welches Material wir empfehlen, hängt von der Höhe, der Belastung und natürlich von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Hier ein Überblick über die gängigsten Lösungen:
Trockensteinmauer
Die Trockensteinmauer ist für uns eine der schönsten Lösungen am Hang. Sie wird ohne Mörtel gesetzt, Stein für Stein von Hand geschlichtet. Die Fugen bleiben offen. Das Ergebnis: eine lebendige, naturnahe Mauer, die sich perfekt in steirische Gärten einfügt.
Vorteile:
- Natürlicher Hingucker mit viel Charakter
- Fugen sind bepflanzbar (Polsterpflanzen, Hauswurz, Steinbrech)
- Lebensraum für Eidechsen, Wildbienen und Käfer
- Elastisch bei Bodenbewegungen, kann bei fachgerechtem Bau Jahrhunderte halten
- Keine Betonversiegelung nötig
Zu beachten:
- Handarbeit, daher zeitaufwendiger als Betonsteinlösungen
- Für niedrige bis mittlere Abfanghöhen (bis ca. 100 cm) wirtschaftlich sinnvoll
- Fachkenntnis beim Setzen entscheidend für die Langlebigkeit
Wenn Sie sich für Natursteine und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten interessieren, werfen Sie gerne einen Blick in unseren Überblick.

Natursteinmauer (gemörtelt)
Wenn es höher hinaus geht oder die Belastung steigt, setzen wir auf gemörtelte Natursteinmauern. Sie ruhen auf einem frostfreien Betonfundament und tragen deutlich mehr als Trockenmauern.
Einsatz:
- Abfanghöhen über 80 bis 100 cm
- Anschlüsse an Terrassenbeläge und Stufen
- Kombination mit Sitzmauerabschlüssen (optimale Sitzhöhe: 40 bis 45 cm)
Das schöne an Natursteinmauern: Sie verbinden Robustheit mit Ästhetik. Ob Kalkstein, Gneis oder Granit, der Stein bestimmt den Charakter. Für ein stimmiges Gesamtbild verwenden wir gerne denselben Stein auf der Mauer und auf der Terrasse mit Naturstein. So wirkt alles wie aus einem Guss.

Böschungssteine und Pflanzsteine
Böschungssteine aus Beton sind eine praktische Möglichkeit, Höhenunterschiede zügig zu gliedern. Die Hohlräume lassen sich mit Erde füllen und bepflanzen. Richtig begrünt entsteht eine lebendige grüne Wand, die technisch funktioniert und gleichzeitig natürlich wirkt.
Merkmale:
- Wandneigung je nach System 35 bis 70 Grad
- Schneller Aufbau im Vergleich zu Natursteinmauern
- Ideal für flächige Bepflanzung mit Bodendeckern und Stauden
- Verschiedene Farben und Formate verfügbar
Welche Systeme es gibt und was zu Ihrem Garten passt, zeigen wir in unserem Artikel zu Böschungssteinen im Garten.
Ein ehrlicher Hinweis: Pflanzsteine sehen nur dann gut aus, wenn sie flächig und dicht bepflanzt werden. Vereinzelte Pflänzchen in halbleeren Steinen wirken schnell ungepflegt. Mit der richtigen Bepflanzung werden Böschungssteine aber zu einem echten Hingucker.

Winkelstützelemente und Systemlösungen
Manchmal ist der Platz am Hang so knapp, dass nur eine schlanke technische Lösung passt. Hier kommen Winkelstützelemente zum Einsatz. Sie bieten auf minimalem Raum maximale Abfanghöhe.
Für den sichtbaren Gartenbereich empfehlen wir trotzdem Naturstein, weil er einfach schöner altert. Im nicht einsehbaren Bereich oder als Unterkonstruktion kann ein ReCon-Stützwandsystem die wirtschaftlichere und technisch einwandfreie Lösung sein.

Wasser am Hang: Drainage und Starkregen richtig planen
Wenn wir bei einem Ersttermin am Hang stehen, schauen wir als Erstes, wo das Wasser hinläuft. Denn Wasser ist der erste Faktor schlecht geplanter Hanganlagen. Bei Starkregen schießt es den Hang hinab, bei Dauernässe baut sich Druck hinter Stützmauern auf. Beides kann zu ernsthaften Schäden führen. Aber noch schlimmer, wenn das ganze Wasser direkt auf das Haus zuläuft.
Warum Entwässerung am Hang so wichtig ist
Hinter jeder Stützmauer sammelt sich Sickerwasser. Fehlt eine Drainage, drückt das Wasser gegen die Mauer. Der hydrostatische Druck steigt mit der Höhe. Im schlimmsten Fall kippt oder bricht die Mauer.
So planen wir die Entwässerung
- Frostfreies Fundament: Je nach Mauerhöhe mindestens 40 bis 80 cm tief. Eine Schotterschicht als Tragschicht, darauf gegebenenfalls eine Sandschicht zum Ausrichten.
- Wasserdurchlässige Hinterfüllung: Hinter der Mauer kommt Schotter oder Kies als Drainageschicht. Dieser Bereich leitet das Wasser nach unten ab, bevor es Druck aufbauen kann.
- Drainageleitung: Am Mauerfuß liegt eine Drainageleitung, die gesammeltes Wasser kontrolliert ableitet.
- Oberflächenentwässerung: Gepflasterte und befestigte Flächen brauchen ein leichtes Gefälle (mindestens 2 %) weg von Gebäude und Mauer.
Die Entwässerung von Anfang an mitzuplanen kostet vergleichsweise wenig. Sie nachträglich einzubauen ist aufwendig. Deshalb gehört sie bei jedem unserer Hangprojekte von Tag eins in die Planung.
Wege und Treppen am Hang sicher anlegen
Treppen und Wege verbinden die verschiedenen Ebenen Ihres Hanggartens und Sie nutzen sie jeden Tag. Deshalb muss hier alles stimmen: Sicherheit, Komfort und natürlich die Optik. Eine gut gebaute Treppe am Hang ist mehr als nur Verbindung zwischen zwei Ebenen. Sie ist ein Gestaltungselement, das den gesamten Garteneindruck prägt.
Stufen richtig dimensionieren
Für Gartentreppen gilt die Schrittmaßformel:
2 x Steigung + Auftritt = ca. 63 cm
In der Praxis bewähren sich Stufenhöhen von 16 bis 18 cm bei einer Stufentiefe von 26 bis 30 cm. Das Verhältnis von Steigung zu Auftritt liegt idealerweise bei etwa 2:3. Blockstufen werden meist in der vorgefertigten Stufenhöhe von 15 cm und Tiefe von 35 cm geliefert.
Jede Stufe sollte leicht auf einer Seite ansteigen und ein minimales Quergefälle aufweisen. So fließt Regenwasser seitlich ab, statt auf der Trittfläche stehen zu bleiben.
Sicherheit auf jeder Stufe
- Rutschfeste Oberflächen: In Schattenlagen bilden sich auf glatten Steinen schnell Algen und Moos. Naturstein mit rauer Oberfläche (z. B. geflammt oder gestockt) bietet ganzjährig sicheren Tritt.
- Gleichmäßige Stufenhöhe: Ungleiche Stufen sind die häufigste Stolperfalle. Wir messen die Höhe jeder Stufe exakt ein, damit ein gleichmäßiger Rhythmus entsteht.
- Beleuchtung: Wer seine Hangtreppe auch abends sicher nutzen will, plant Wegeleuchten oder Stufenbeleuchtung von Anfang an mit.
💡 Unser Tipp: Die Treppe wirkt am harmonischsten, wenn sie die Linien der angrenzenden Mauern und Belagsflächen aufnimmt. Gleiches Material, gleiche Farbe, passende Proportionen. So wird die Treppe Teil des Gesamtbilds und kein Fremdkörper.

Hangbepflanzung: Pflegeleicht und wirkungsvoll
Jetzt kommt der Teil, der aus Stein und Erde einen richtigen Garten macht: die Bepflanzung. Sie schützt den Boden vor Erosion, rahmt Mauern und Terrassen ein und bringt Farbe und Leben in Ihren Hanggarten, das ganze Jahr über.
Geschlossene Flächen statt Einzelpflanzen
Unser wichtigster Rat für die Hangbepflanzung: Denken Sie in Flächen, nicht in Einzelpflanzen. Geschlossene Pflanzflächen mit Bodendeckern und Stauden stabilisieren den Boden, unterdrücken Unkraut und bilden nach der Anwuchsphase einen dichten, pflegeleichten Teppich. Das sieht besser aus und macht weniger Arbeit.
Wir arbeiten mit drei Pflanzebenen:
- Flächenbildner (Bodendecker): Dickmännchen, Immergrün, Kriechspindel, Storchschnabel, Efeu. Sie breiten sich zügig aus und halten den Boden zusammen.
- Strukturpflanzen: Gräser, kleinere Gehölze und Halbsträucher geben Höhe und Struktur. Sie setzen Akzente, ohne den Hang zu überladen.
- Saisonale Akzente: Blühende Stauden und Zwiebelpflanzen bringen Farbe. Im Frühjahr Krokusse und Narzissen, im Sommer Lavendel und Salbei, im Herbst Sedum und Astern.

Anwuchsphase einplanen
Frisch bepflanzte Hangflächen brauchen etwa ein Jahr, bis die Pflanzung geschlossen ist. In dieser Übergangszeit empfehlen wir das Abdecken mit Rindenmulch oder Gartenfaser.
Hangboden trocknet schneller aus als ebene Flächen, weil Wasser oberflächlich abläuft. Gerade in der Anwuchsphase ist regelmäßiges Wässern entscheidend.
Steingarten als Sonderform
Ein Steingarten oder Alpinum am Hang ist ein besonderer Blickfang. Zwischen Natursteinen gedeihen trockenheitsverträgliche Polsterstauden und alpine Pflanzen. Ein gelungenes Beispiel zeigt unser Projekt Terrasse mit Biasca Gneis und Steingarten, bei dem wir Natursteinbelag und Steingarten zu einem stimmigen Gesamtbild verbunden haben.
Wichtiger Hinweis zu Schotterflächen: Reine Schottergärten ohne Bepflanzung sind ökologisch problematisch und in vielen Gemeinden nicht mehr erwünscht. Ein echtes Alpinum mit lebendiger Bepflanzung und durchdachter Steinschichtung ist hingegen ökologisch wertvoll und optisch ansprechend.
Sanierung bestehender Hanganlagen
Nicht jeder Hanggarten wird komplett neu angelegt. Viele unserer Kunden haben ein Grundstück übernommen, bei dem die Hanggestaltung in die Jahre gekommen ist. Die gute Nachricht: Eine Sanierung kann deutlich günstiger sein als eine komplette Neuanlegung, wenn die Substanz noch stimmt.
Typische Warnzeichen
- Stützmauern, die sich nach vorne neigen oder Risse zeigen
- Ungleichmäßige Stufen mit abgesunkenen oder wackelnden Steinen
- Erosionsrinnen in unbefestigten Bereichen
- Dauerhaft nasse Stellen hinter Mauern (Zeichen für fehlende Drainage)
- Überwucherte Pflanzflächen ohne erkennbare Struktur
Vorgehen bei der Sanierung
Unser Vorgehen: Wir klären zuerst die Ursache, bevor wir an der Oberfläche arbeiten. Eine kippende Mauer hat selten ein kosmetisches Problem. Meist fehlt die Drainage, das Fundament ist zu flach oder der Erddruck zu hoch.
Das Positive: Vieles lässt sich übernehmen. Intakte Natursteine reinigen wir und setzen sie neu. Funktionierende Drainagen bleiben erhalten. Nur was technisch nicht mehr standhält, wird ersetzt. So sparen Sie Geld, ohne Kompromisse bei der Qualität zu machen.

Was kostet die Gestaltung eines Hanggrundstücks?
Die Frage nach den Kosten hören wir bei jedem Erstgespräch. Eine pauschale Antwort wäre nicht seriös, denn jedes Hanggrundstück ist anders. Was wir aber können: Ihnen zeigen, welche Faktoren den Aufwand am stärksten beeinflussen. Damit Sie von Anfang an ein realistisches Bild haben.
Die größten Kostenfaktoren
- Länge und Höhe der Abfangungen: Jeder laufende Meter Stützmauer braucht Fundament, Material und Arbeitszeit. Höhere Mauern brauchen tiefere Fundamente und mehr Masse.
- Zugänglichkeit des Grundstücks: Kann ein Bagger zufahren? Muss Material per Kran oder Schubkarre transportiert werden? Schwierige Zufahrten erhöhen den Aufwand spürbar.
- Erdaushub und Entsorgung: Je steiler der Hang, desto mehr Erde muss bewegt werden. Aushub, der nicht auf dem Grundstück verteilt werden kann, muss abtransportiert werden.
- Materialwahl: Natursteinmauern kosten mehr als Betonsteinlösungen, bieten aber Langlebigkeit und Ästhetik, die sich über Jahrzehnte bewährt.
- Stufen, Podeste und Wegeflächen: Jede befestigte Fläche braucht einen fachgerechten Unterbau. Je mehr Stufen und Wege, desto höher der Gesamtaufwand.
💡 Unser Tipp: Die vermeintlich günstigste Lösung, eine reine Begrünung ohne Abfangung, ist nicht automatisch die wirtschaftlichste. Wenn der Hang zu steil ist, rutscht die Bepflanzung nach wenigen Jahren ab und die Arbeit beginnt von vorne. Eine solide Stützmauer hält Jahrzehnte.
Sie möchten wissen, was Ihr Projekt konkret kosten würde? Nach dem Vor-Ort-Termin erstellen wir ein individuelles Angebot, das alle Gegebenheiten Ihres Grundstücks berücksichtigt.
Ablauf mit Garten Leber: Von der Planung bis zum fertigen Garten
Jedes Hangprojekt ist anders. Damit Sie immer wissen, wo wir gerade stehen und wann welche Entscheidungen anstehen, arbeiten wir nach einem klaren Ablauf.
1. Vor-Ort-Termin
Wir kommen zu Ihnen, schauen uns den Hang gemeinsam an und hören zu: Was wünschen Sie sich? Was stört Sie? Dabei erfassen wir die Geländeform, klären Zufahrt und Bodenverhältnisse und besprechen erste Gestaltungsideen.
2. Planung
Auf Basis der Begehung erstellen wir, wenn notwendig, einen Entwurf der Ebenen, Mauern, Treppen und Bepflanzung. So sehen Sie schon früh, wie Ihr Hanggarten künftig aussehen kann.
3. Details & Angebot
Gemeinsam mit Ihnen legen wir Materialien und Bepflanzung fest. Anschließend erhalten Sie von uns ein Angebot. Falls nötig, kümmern wir uns auch um die Abstimmung mit der Gemeinde (Meldung oder Baubewilligung).
4. Umsetzung
Jetzt packen wir an: Erdarbeiten, Fundamentierung, Mauerbau, Stufenanlage, Belagsverlegung und Bepflanzung. Größere Projekte setzen wir bei Bedarf in Etappen um, damit Sie Ihr Budget über einen längeren Zeitraum verteilen können. Wie so ein Projekt Schritt für Schritt entsteht, zeigt unsere Gartenplanung mit Pool, Terrasse und Gartenmauer.
5. Fertigstellung und Pflegehinweise
Nachdem alle Arbeiten für Ihren neuen Garten fertig sind, gehen wir mit Ihnen die konkreten Pflegeinweise durch. Besonders die Anwuchspflege der Hangbepflanzung liegt uns am Herzen, denn die ersten Monate entscheiden über das langfristige Ergebnis.

Rechtliche Vorgaben in der Steiermark
Das Thema Baurecht ist nicht das spannendste, aber wichtig. Wer hier ein Hanggrundstück gestalten möchte, sollte die Vorgaben in der Steiermark kennen. Das Steiermärkische Baugesetz regelt, ab welcher Höhe eine Stützmauer melde- oder bewilligungspflichtig wird. (Stand Februar 2026)
Stützmauern und Meldepflicht
- Bis 0,5 m Ansichtshöhe (gemessen über dem natürlichen Gelände): Das Vorhaben ist meldepflichtig gemäß § 21 Stmk BauG. Es darf keine Bau- und Raumordnungsvorschriften verletzen (Baufluchtlinien, Abstandsvorschriften).
- Über 0,5 m Ansichtshöhe: Die Stützmauer wird bewilligungspflichtig im vereinfachten Verfahren gemäß § 20 Stmk BauG.
- Im Freiland: Stützmauern sind nur bis maximal 0,5 m zulässig. Ausnahmen gelten für die Land- und Forstwirtschaft sowie für Maßnahmen zur Gefahrensicherung.
Weitere Regelungen
- Bauliche Anlagen innerhalb von 3 m zur Grenze des öffentlichen Wassergutes brauchen die Zustimmung des Verwalters (in der Regel die BH oder das Land).
- Geländeveränderungen im Bauland sind bei der Gemeinde oder Magistrat bewilligungspflichtig. Im Freiland ist die Bezirkshauptmannschaft zuständig (naturschutzrechtliche Bewilligung).
💡 Unser Tipp: Klären Sie frühzeitig mit Ihrer Gemeinde, ob Ihr Vorhaben melde- oder bewilligungspflichtig ist. Wir helfen Ihnen gerne dabei und bereiten die nötigen Unterlagen für Sie vor.
Häufige Fragen
Das hängt von Neigung, verfügbarer Fläche und Ihren Wünschen ab. In den meisten Fällen kombinieren wir Stützmauern für die Hauptterrasse mit begrünten Böschungen in weniger genutzten Bereichen. Am besten besprechen wir das bei einem Vor-Ort-Termin, dann entwickeln wir gemeinsam ein Konzept, das zu Ihrem Garten und Ihrem Budget passt.
Mit Naturstein und einer durchdachten Bepflanzung. Eine Trockensteinmauer mit Polsterpflanzen in den Fugen wirkt nach kurzer Zeit so, als wäre sie schon immer da gewesen. Auch Böschungssteine verschwinden unter dichter Bepflanzung und fügen sich natürlich ins Gartenbild ein. Der Schlüssel ist die flächige Begrünung, die technische Elemente optisch zurücktreten lässt.
Sobald Sie ebene, nutzbare Fläche auf einem Hanggrundstück schaffen wollen, kommen Sie in den meisten Fällen um eine Hangsicherung nicht herum. Bei Höhenunterschieden ab ca. 40 cm und begrenztem Platz ist eine Mauer die platzsparendste Lösung. Bei flacherem Gelände oder ausreichend Raum kann eine Böschung genügen.
Gleichmäßige Stufenhöhen, rutschfeste Oberflächen und eine solide Gründung. Die Schrittmaßformel (2 x Steigung + Auftritt = ca. 63 cm) sorgt für bequemes Gehen. Im Außenbereich empfehlen wir Naturstein mit rauer Oberfläche, z. B. geflammten Gneis oder gestockten Granit. Wegbeleuchtung macht die Treppe auch in der Dämmerung sicher.
Robuste Bodendecker wie Dickmännchen, Immergrün, Kriechspindel und Storchschnabel bilden schnell geschlossene Flächen und schützen vor Erosion. Ergänzt werden sie durch Strukturpflanzen wie Gräser und Halbsträucher sowie saisonale Blüher. Für einen Steingarten eignen sich alpine Polsterstauden und Hauswurz. Wir empfehlen Arten, die in unserer Region widerstandsfähig und pflegeleicht sind.
Stützmauern bis 0,5 m Ansichtshöhe über dem natürlichen Gelände sind im Bauland meldepflichtig. Über 0,5 m wird eine Baubewilligung im vereinfachten Verfahren nötig. Im Freiland gelten strengere Regeln. Geländeveränderungen sind generell bewilligungspflichtig. Wir empfehlen, frühzeitig mit der Gemeinde Kontakt aufzunehmen, und helfen Ihnen gerne bei der Abwicklung.

Ihr Hanggrundstück in guten Händen
Sie planen die Gestaltung Ihres Hanggrundstücks in der Steiermark, Burgenland oder Kärnten? Dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, was aus Ihrem Hang werden kann.
Ob Stützmauer, Terrassenanlage, Treppengestaltung oder Hangbepflanzung: Wir von Garten Leber bringen als Meisterbetrieb die Erfahrung, das handwerkliche Können und die Begeisterung mit, um aus Ihrem Hang eine echte Wohlfühloase zu machen. Natürlich planen und setzen wir auch den passenden Grundstücksabschluss mit Zaunsteinen, Zäunen und Gartenmauern für Sie um.
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*¹) Informationen aus Internet-Recherche. Keine Haftung für Richtigkeit.



