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Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) – Trendpflanze

Amelanchier lamarckii

Sie suchen ein Gehölz, das vom Frühling bis in den Herbst Farbe in den Garten bringt, kaum Pflege verlangt und obendrein essbare Früchte liefert? Dann lohnt sich ein genauer Blick auf die Felsenbirne. Die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) vereint kupferfarbenen Austrieb, Wolken aus weißen Sternblüten, süße Früchte im Sommer und leuchtende Herbstfarben. In der Steiermark, im Burgenland und in Kärnten gedeiht sie problemlos und bereichert Gärten jeder Größe. ✨

Steckbrief: Kupfer-Felsenbirne

EigenschaftDetails
Botanischer NameAmelanchier lamarckii
FamilieRosengewächse (Rosaceae)
UnterfamilieKernobstgewächse (Pyrinae)
HerkunftNordöstliches Nordamerika (natürlicher Hybrid aus Amelanchier arborea x Amelanchier laevis)
WuchsformMehrstämmiger Großstrauch oder kleiner Baum, schirmförmig
Wuchshöhe4 bis 6 m (bis 10 m unter günstigen Bedingungen)
Wuchsbreite4 bis 6 m
Wuchsgeschwindigkeit20 bis 40 cm pro Jahr
BlütezeitApril
FruchtreifeEnde Juni bis Juli
WinterhärteUSDA Zone 4 (bis ca. −34 °C)
StandortSonnig bis halbschattig
BodenDurchlässig, humos, leicht sauer bis leicht alkalisch (pH 4,5 bis 7,5)
BesonderheitenEssbare Früchte, Bienenweide, Vogelnährgehölz, klimawandeltauglich

Was ist die Kupfer-Felsenbirne

Die Gattung Felsenbirne (Amelanchier) zählt rund 25 Arten, die fast ausnahmslos aus Nordamerika stammen. Nur eine Art, die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis), ist in Europa heimisch. Der Gattungsname leitet sich vom provenzalischen Wort amélanche ab und bedeutet so viel wie „Äpfelchen“. Denn die Früchte sind botanisch keine Beeren, sondern kleine Apfelfrüchte.

Als natürlicher Hybrid ist die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) vermutlich aus den Arten Amelanchier arborea und Amelanchier laevis entstanden. In der Regel wächst sie als mehrstämmiger Großstrauch, wobei sie in unseren Gärten meist eine Höhe von 4 bis 6 Metern erreicht. Besonders ihre schirmförmige Krone wirkt malerisch und gewinnt mit den Jahren deutlich an Charakter. Zudem gehört das Gehölz zur Familie der Rosengewächse und ist damit verwandt mit Apfel, Birne und Weißdorn.

In Österreich ist die Kupfer-Felsenbirne das am häufigsten gepflanzte Felsenbirnengewächs. Sie gilt als anspruchslos, extrem winterhart und stadtklimafest.

Nahaufnahme der weißen, sternförmigen Blüten und des rötlichen Austriebs einer Kupfer-Felsenbirne im Frühling.
Filigrane Frühjahrsboten.

4 Jahreszeiten, 1 Gehölz: Warum die Felsenbirne so beliebt ist

Kaum ein anderes Ziergehölz bietet so viele Höhepunkte im Jahresverlauf wie die Kupfer-Felsenbirne:

Frühling: kupferfarbener Austrieb und weiße Blütenwolken

Ab April erscheinen die jungen Blätter in einem markanten Kupferton. Gleichzeitig öffnen sich die sternförmigen, weißen Blüten in lockeren Trauben mit je 6 bis 12 Einzelblüten. Dieser Kontrast aus Bronze und Weiß zählt zu den eindrucksvollsten Frühlingsbildern im Garten. Die Blüten sind zudem eine wichtige frühe Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln.

Sommer: süße, essbare Früchte

Ab Ende Juni reifen die blauschwarzen, etwa 1 cm großen Früchte heran. Sie schmecken süß mit einer feinen Marzipan-Note und erinnern an Heidelbeeren. Die Früchte lassen sich roh essen oder zu Marmelade, Saft und Kuchen verarbeiten (mehr dazu weiter unten).

Herbst: Indian Summer im eigenen Garten

Im Oktober verwandelt sich das Laub in ein leuchtendes Farbspiel aus Gelb, Orange und Rot. Die Felsenbirne gehört zu den wenigen Gehölzen, die in unseren Breiten eine derart intensive Herbstfärbung entwickeln.

Winter: malerische Silhouette

Auch ohne Laub überzeugt die Felsenbirne. Die fein verzweigte, schirmförmige Krone wirkt vor Winterhimmel wie eine Skulptur. Besonders mehrstämmige Exemplare mit ihren silbergrauen Stämmen setzen im kahlen Garten einen Akzent.

Standort und Boden für die Felsenbirne

Die Kupfer-Felsenbirne stellt wenige Ansprüche an ihren Standort:

Licht: Ideal ist ein vollsonniger Platz. Dort blüht und fruchtet sie am reichsten. Halbschatten toleriert sie gut, allerdings mit etwas weniger Blütenansatz und geringerem Ertrag. Für tiefe Schattenlagen eignet sie sich nicht. Wer Pflanzen für schattige Standorte sucht, findet in unserem Ratgeber passende Alternativen.

Boden: Durchlässig und humos, das genügt. Staunässe ist das einzige echte Ausschlusskriterium. Der pH-Wert darf leicht sauer bis leicht alkalisch liegen (4,5 bis 7,5). Die Felsenbirne verträgt auch kalkhaltige Böden problemlos.

Regionale Eignung: In der Steiermark, im Burgenland und in Kärnten ist die Kupfer-Felsenbirne absolut winterhart. Graz liegt in USDA-Zone 7a (Minimaltemperatur ca. −17 °C), Klagenfurt in Zone 6b (ca. −20 °C). Die Felsenbirne hält bis Zone 4 (ca. −34 °C) stand. Selbst alpine Lagen stellen kein Problem dar.

Weitere Pluspunkte: Die Art ist stadtklimafest, salzverträglich und windfest. Sie eignet sich daher auch für exponierte Standorte an Straßen oder auf Hanggrundstücken.

Reifende, rötliche Beerenfrüchte und grünes Laub an einem Zweig der Felsenbirne im Frühsommer.
Essbare Beeren entwickeln sich nach der Blüte.

Felsenbirne pflanzen: Schritt für Schritt

Wann pflanzen

Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober). Containerpflanzen können Sie ganzjährig setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.

Pflanzabstand

VerwendungEmpfohlener Abstand
Solitär (Einzelpflanze)2 bis 3 m Freifläche ringsum
Hecke (A. lamarckii)1,5 bis 2,5 m
Hecke (A. ovalis, kompakter)1,2 bis 1,4 m
Nachbar- oder HauswandMindestens 2 m

Pflanzanleitung in 5 Schritten

  1. Pflanzloch doppelt so groß wie den Wurzelballen ausheben.
  2. Bei schweren, verdichteten Böden eine dünne Drainageschicht aus Kies oder Sand einbringen.
  3. Die Pflanze vor dem Einsetzen gründlich wässern (Wurzelballen ca. 10 Minuten in einen Eimer mit Wasser stellen).
  4. Wurzelballen einsetzen, mit hochwertiger Pflanzerde auffüllen und leicht andrücken.
  5. Kräftig angießen: ca. 20 Liter Wasser. Optional einen Startdünger zugeben.

Felsenbirne pflegen, düngen und schneiden

Die Felsenbirne zählt zu den pflegeleichtesten Gehölzen im Garten. Nach der Anwachsphase kommt sie mit minimalem Aufwand zurecht.

Pflegekalender: Monat für Monat

ZeitraumMaßnahme
März (Vorfrühling)Kompost oder Hornspäne als Düngung vor dem Austrieb ausbringen. Mulchschicht erneuern. Leichter Auslichtungsschnitt möglich.
April / MaiBlütezeit: kein Eingriff nötig. Neupflanzungen regelmäßig gießen.
Juni / JuliFruchtreife: ernten. Bei Trockenheit gießen (10 bis 20 Liter pro Pflanze).
August / SeptemberMehltau beobachten (meist harmlos, kein Handlungsbedarf).
Oktober / NovemberKompost als Mulch ausbringen. Keine Düngung mehr.
WinterKein Schutz nötig bei ausgepflanzten Exemplaren. Kübelpflanzen mit Vlies schützen.

Gießen

Normalerweise reicht ab dem zweiten Standjahr der natürliche Regen für die Versorgung aus. Allerdings sollten Sie im ersten Jahr nach der Pflanzung regelmäßig wässern, damit die Wurzeln sicher im Boden ankommen. Falls längere Trockenperioden auftreten, empfehlen wir etwa 10 bis 20 Liter Wasser pro Pflanze. Dabei gilt die goldene Regel: Gießen Sie lieber selten, aber dafür durchdringend, da ein tägliches „Tröpfeln“ die tiefen Wurzeln kaum erreicht.

Düngen

Die Felsenbirne ist genügsam. Eine Gabe Kompost, Hornspäne oder organischer Volldünger im Frühjahr vor dem Austrieb genügt. Auf sehr nährstoffarmen Böden kann Ende Juni eine zweite Düngung sinnvoll sein. Ab August nicht mehr düngen, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen.

Schneiden: weniger ist mehr

Die Kupfer-Felsenbirne bildet von Natur aus eine harmonische, schirmförmige Krone. Ein Schnitt ist in den meisten Fällen nicht nötig und fördert den Blütenansatz auch nicht.

Falls doch geschnitten wird:

  • Bester Zeitpunkt: zeitiges Frühjahr vor dem Austrieb oder direkt nach der Blüte
  • Nur ältere, zu dicht stehende Triebe bodennah entfernen (Auslichtungsschnitt)
  • Abgestorbenes Holz konsequent herausschneiden
  • Dicke Schnittstellen mit Wundverschlussmittel behandeln

Diese Fehler vermeiden:

  • Kein „Hausmeisterschnitt“ (alle Triebe auf gleiche Höhe kappen). Das zerstört die natürliche Wuchsform dauerhaft.
  • Kein radikaler Rückschnitt bei älteren Pflanzen. Die Felsenbirne treibt aus altem Holz nur zögerlich aus.
  • Nicht im Sommer oder Herbst schneiden (erhöhtes Feuerbrandrisiko).
Großer, ausgewachsener und mehrstämmiger Felsenbirnen-Strauch, überzogen mit weißen Blüten vor einem blauen Himmel im Frühling.
Malerische Wuchsform und volle Blütenpracht im Frühjahr.

Sind die Früchte der Felsenbirne essbar

Ja. Die Früchte der Kupfer-Felsenbirne sind essbar, schmackhaft und vielseitig verwendbar. Sie reifen ab Ende Juni bis Mitte Juli und sind reif, wenn sie blauschwarz gefärbt und leicht weich sind.

Geschmack: Süß, mild, mit einer feinen Marzipan-Note. Erinnert an eine Mischung aus Heidelbeere und Kirsche.

Wichtig: Die Früchte reifen nicht alle gleichzeitig. Sie können also über mehrere Wochen ernten. Rechnen Sie dabei mit Konkurrenz: Amseln, Stare und Drosseln entdecken die Früchte oft vor den Gartenbesitzern. Wer sicher ernten möchte, spannt rechtzeitig ein Vogelschutznetz.

Felsenbirne in der Küche: Marmelade, Saft und mehr

Die Felsenbirne galt in Nordeuropa früher als Rosinenersatz. Ihr alter Volksname „Korinthenbaum“ erinnert daran. Auch die indigenen Völker Nordamerikas nutzten die getrockneten Früchte für das traditionelle Kraftnahrungsmittel Pemmikan. Heute gelten die Früchte als regionales Superfood mit hohem Gehalt an Anthocyanen, Flavonoiden und Pektin.

Nährwerte und Inhaltsstoffe

InhaltsstoffAngabe
Kalorienca. 85 kcal pro 100 g (frisch)
AnthocyaneHoch (antioxidativer Zellschutz)
FlavonoideHoch (entzündungshemmend)
PektinHoch (ideal zum Gelieren)
VitamineVitamin C, Vitamin E, B-Vitamine
MineralstoffeEisen, Kalium, Kalzium, Magnesium
GerbstoffeVerdauungsfördernd

Verwendungsideen

ZubereitungsartDetails
RohIn Müsli, Obstsalat, Smoothie oder direkt vom Strauch
Marmelade600 g Früchte + 500 g Gelierzucker (1:2). Wenig Zucker nötig dank hohem Pektingehalt. Gut kombinierbar mit Himbeeren oder Johannisbeeren.
Saft oder SirupAusgepresst oder durch ein Sieb passiert
GetrocknetAls Rosinenersatz für Müsli, Backwaren oder Snacks. Im Backofen bei max. 70 °C mit leicht geöffneter Tür trocknen.
Kuchen und GebäckIn Muffins, Tarte oder Blechkuchen
LikörWildfruchtlikör aus den frischen Beeren ansetzen

Ist die Felsenbirne giftig

Nein, die Früchte der Felsenbirne sind nicht giftig. In den Blättern und Samen stecken zwar geringe Mengen an natürlichen Stoffen (Blausäure-Vorstufen), diese sind jedoch in der Praxis völlig harmlos. Obwohl der Fachbegriff „cyanogene Glycoside“ bedrohlich klingen mag, besteht keine Gefahr, da:

  • Ganze Samen werden unverdaut ausgeschieden und stellen kein Risiko dar.
  • Beim Einkochen (Marmelade, Saft) zerstört die Hitze die cyanogenen Glycoside vollständig.
  • Die Informationszentrale für Vergiftungen Bonn stuft die Felsenbirne als „gering giftig“ ein, vergleichbar mit Apfelkernen.
  • Größere Mengen Rohfrüchte (ab ca. 250 g) können bei empfindlichen Personen leichte Verdauungsbeschwerden auslösen.

Für Kinder gilt: In normalen Mengen sind die Früchte unbedenklich. Wie bei allen Wildobstarten empfiehlt sich ein maßvoller Verzehr.

Felsenbirne-Sorten im Überblick

Neben der klassischen Kupfer-Felsenbirne gibt es weitere Sorten, die sich in Größe, Wuchsform und Fruchtqualität unterscheiden. So finden Sie die passende Variante für jeden Garten:

SorteArtHöheBreiteBesonderheitEignung
Kupfer-Felsenbirne (Wildform)A. lamarckii4 bis 6 m4 bis 6 mKupferaustrieb, beste HerbstfärbungSolitär, große Gärten
‚Ballerina‘A. laevis3 bis 6 m3 bis 5 mReichtragend, sehr gute FruchtqualitätSolitär, Naschgarten
‚Rainbow Pillar‘A. canadensis3 bis 5 m1,3 bis 1,7 mSäulenförmig, sehr schmalKleine Gärten, Einfahrten
‚Obelisk‘A. alnifolia3 bis 5 m1 bis 2 mSchlank, ertragreich, süß-saftigKleine Gärten, Kübel
‚Robin Hill‘A. arborea6 bis 8 m2 bis 5 mRosa Knospen, weiß-rosa BlüteStraßenbaum, Solitär
‚Prince William‘A. alnifolia1,5 bis 2,5 m1,5 bis 2 mZwergform, hoher ErtragBeete, Balkon, kleinste Gärten

Mehrere dieser Sorten finden Sie auch in unserem Onlineshop auf leber.at: darunter die Kupfer-Felsenbirne, die Säulen-Felsenbirne Rainbow Pillar und die Baum-Felsenbirne Robin Hill.

Ökologischer Wert: Bienenweide und Vogelnährgehölz

Die Felsenbirne gehört zu den ökologisch wertvollsten Gehölzen im Hausgarten. Sie bietet Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Tierarten.

Bienen und Bestäuber

Da die Blüte bereits im April erscheint, füllt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot. Infolgedessen nutzen Honigbienen die nektarreichen Blüten gern als erste Stärkung nach der Winterruhe. Ebenso profitieren Hummelköniginnen beim Nestbau von diesem frühen Buffet, während später im Jahr zahlreiche Vögel die reifen Beeren begierig fressen. Auch Wildbienen wie Mauerbienen und Sandbienen sowie Schwebfliegen besuchen die Felsenbirne regelmäßig.

Vögel

Die Früchte im Sommer ziehen zahlreiche Vogelarten an. Amseln, Singdrosseln, Wacholderdrosseln, Stare und Mönchsgrasmücken fressen die Beeren begierig. Gleichzeitig bietet der dichte, mehrstämmige Wuchs idealen Nistschutz für Kleinvögel.

Klimawandel-taugliches Gehölz

Die Kupfer-Felsenbirne gilt als klimaresistentes Zukunftsgehölz. Einmal eingewachsen, übersteht sie längere Trockenperioden, verträgt Hitzeinseln im Stadtklima und ist windfest. Das Hessische Landesamt für Naturschutz (HLNUG) führt sie in der Datenbank klimaresilienter Baumarten.

Wer den Fokus auf Artenvielfalt legt, findet in unserem Beitrag zu heimischen Bäumen weitere empfehlenswerte Gehölze. Auch der Persische Eisenholzbaum bietet eine vergleichbar spektakuläre Herbstfärbung.

Felsenbirne als Hecke oder im Kübel

Als Blütenhecke oder Naschhecke

Die Felsenbirne eignet sich hervorragend für naturnahe, blühende Hecken. Setzen Sie Amelanchier lamarckii im Abstand von 1,5 bis 2,5 Metern. So entsteht eine lockere Blütenhecke, die im Frühling blüht, im Sommer Früchte trägt und im Herbst leuchtet.

Für dichtere, kompaktere Hecken empfiehlt sich die heimische Amelanchier ovalis mit einem Pflanzabstand von 1,2 bis 1,4 Metern. Unser Hecken-Ratgeber bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Heckentypen. Als immergrüne Alternative zeigt sich die Glanzmispel als Hecke.

Im Kübel auf Balkon oder Terrasse

Kompakte Sorten wie ‚Obelisk‘, ‚Rainbow Pillar‘ oder die Zwergform ‚Prince William‘ gedeihen auch im Kübel. Beachten Sie dabei:

  • Mindestvolumen: 40 bis 60 Liter (je größer, desto besser)
  • Drainage: Abzugslöcher und eine Kiesschicht am Topfboden sind unverzichtbar
  • Gießen: Kübelpflanzen trocknen schneller aus als Freilandpflanzen. Im Sommer regelmäßig prüfen.
  • Winterschutz: Den Kübel mit Vlies oder Noppenfolie umwickeln und auf Styroporplatte stellen

Weitere Ideen für kompakte Gehölze finden Sie in unserem Ratgeber Bäume für kleine Gärten

Krankheiten und Schädlinge

Die Felsenbirne ist äußerst robust. Ernsthafte Probleme treten selten auf:

Echter Mehltau: Gelegentlich im Spätsommer als weißlicher Belag auf den Blättern sichtbar. Meist harmlos und ohne Auswirkung auf die Vitalität. Abhilfe: Krone auslichten, um die Luftzirkulation zu verbessern.

Feuerbrand (meldepflichtig): Als Rosengewächs kann die Felsenbirne theoretisch von Feuerbrand befallen werden. Symptome: Triebspitzen und Blüten verfärben sich braun-schwarz und wirken wie verbrannt. Die Triebspitze krümmt sich hirtenstabförmig. Feuerbrand ist in Österreich meldepflichtig. Befallene Triebe sofort weit ins gesunde Holz zurückschneiden und entsorgen (nicht kompostieren). Schnittwerkzeuge danach desinfizieren. In der Praxis tritt Feuerbrand an Felsenbirnen jedoch selten auf.

Blattläuse: Gelegentlich, vor allem an jungen Trieben. Natürliche Gegenspieler wie Marienkäferlarven und Schwebfliegen regulieren den Befall meist von selbst.

Zweig einer Kupfer-Felsenbirne mit leuchtend orange-roter und kupferfarbener Herbstfärbung der Blätter.
Spektakuläre Kupfer- und Orangetöne im Herbstgarten.

FAQ – Felsenbirne

Wie groß wird eine Felsenbirne?

Die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) erreicht als Strauch 4 bis 6 Meter Höhe und Breite. Unter günstigen Bedingungen sind bis zu 10 Meter möglich. Für kleine Gärten eignen sich Säulensorten wie ‚Rainbow Pillar‘ (Breite nur 1,3 bis 1,7 m) oder die Zwergform ‚Prince William‘ (1,5 bis 2,5 m).

Ist die Felsenbirne winterhart?

Ja, sehr. Die Kupfer-Felsenbirne hält Temperaturen bis ca. −34 °C stand (USDA Zone 4). In der Steiermark (Zone 7a), im Burgenland und in Kärnten (Zone 6b) ist sie absolut frostfest, auch in höheren Lagen.

Wann blüht die Felsenbirne?

Die Blütezeit liegt im April. Die weißen, sternförmigen Blüten erscheinen gleichzeitig mit dem kupferfarbenen Blattaustrieb in lockeren Trauben.

Wann pflanzt man eine Felsenbirne?

Ideal sind Frühjahr (März bis Mai) oder Herbst (September bis Oktober). Containerpflanzen können ganzjährig gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist.

Kann man Felsenbirnen essen?

Ja. Die blauschwarzen Früchte sind essbar und schmecken süß mit Marzipan-Note. Sie eignen sich roh, als Marmelade, für Kuchen, als Saft oder getrocknet. Die Kerne enthalten geringe Mengen cyanogener Glycoside (vergleichbar mit Apfelkernen), sind aber bei normalem Verzehr unbedenklich.

Muss man die Felsenbirne schneiden?

In der Regel nicht. Die Felsenbirne entwickelt von selbst eine harmonische Kronenform. Bei Bedarf können Sie im zeitigen Frühjahr alte oder zu dicht stehende Triebe bodennah entfernen (Auslichtungsschnitt). Vermeiden Sie radikale Rückschnitte.

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